Fahrten und Abenteuer des Dichter-Technologen. Der Strapazen dritter und vorläufig letzter Teil.

[Nachtszene an der Lagune von Curiepolis City. In geringer Entfernung ankernd die Lise Meitner, schattenhafte Libellensilhouette auf noch geringfügig dunklerer Wasserfläche, Ebene von blanker Schwärze überschimmert von grellbunten Lichtreflexe, Spiegelbilder ragender Türme und Arkologien, Kristallklippen aus Energie- und Informationsflussdichte am gegenüberliegenden Ufer. Im Vordergrund unsere vier Freundinnen, gemütlich um ein Feuer gelagert, das sie in einem Stahlfass entzündet haben. Orangegelb tanzender Flammenschein auf Gesichtern, wirft ins Kolossale verzerrte Schattenbilder auf die Maschinenwildnis des Wissenschaftlich-Industriellen-Komplexes – Rohrleitungen, Tanks, Turbosätze, Kabelgestrüpp, Beschleunigerspulen, Trennsäulen, mondweiße Betonmassen, Plasmabögen und kristallinisches Laserlicht, robotische Gliedmaßen Körper Kühlrippen Sinnesorgane pneumatischelektrischhydraulischphotonische Effektoren zusammengesetzt zu metallglänzenden Traumgebilden – rund um die Feuerstelle wie ein undurchdringlicher Nachtwald.]

Annika. Ich find die Idee prima! Mit minimalsten Mitteln ausgeführt, Zwischending von Happening und Installation. Abfallkarton mit Farbe und Vorstellungsvermögen zum Miniatur-Museum: echter Dichter-Technologe.

Weiterlesen „Fahrten und Abenteuer des Dichter-Technologen. Der Strapazen dritter und vorläufig letzter Teil.“

Werbeanzeigen

Fahrten und Abenteuer des Dichter-Technologen. Der Strapazen zweiter Teil.

—> Teil 1.

Annika. Da sitzt er nun also stolz wie Bolle in seinem Döblin-Haus! Exakt dort, wo Günter Grass seinen Hintern hatte, als er den „Butt“ abfasste, hat nun der Dichter-Technologe den seinen und im Regal nen dicken schönen Stapel Mini-Demonstratoren. Wie gehts weiter mit den guten Stücken? Er wollte sie Leuten in die Hände drücken, richtig? Was denn für Leuten?

Zouzou. Mglw.: reichen Leuten? (Tihi!)

Dya. Seine Wewelsfleth-Zeit tritt in Phase Numero Zwo: Curiepolitanischer Populismus. Sein Ziel: Den Bekanntheitsgrad von Curiepolis extrem erhöhen.

Weiterlesen „Fahrten und Abenteuer des Dichter-Technologen. Der Strapazen zweiter Teil.“

Aus den Fahrten und Abenteuern des Dichter-Technologen

Preview des zweiten Teils dichtertechnologischer Strapazen!

symphoniedergrossstadt

von Fabian Herrmann

Von Juli bis September 2018 weilte ich im Alfred-Döblin-Haus in Wewelsfleth an der Elbmündung, um, stipendienbeflügelt, mit größter Konzentration an meinem Curiepolis-Roman arbeiten zu können. Nun bin ich wieder in Berlin, und es gilt, einen Bericht für die Akademie der Künste abzufassen. Hierfür wähle ich die Form eines szenischen Gesprächs: Meine Hauptfiguren Annika Palmstroem, Zouzou Guermantes, Dya Rienzi und Murasaki Hikari (siehe Titelbild) unterhalten sich über meinen großen Summer of Twenty-Eighteen!

Ein Auszug aus dem Gespräch:

[Anm.: Im Laufe meines Stipendiums schickte ich den Mini-Demonstrator — die ersten acht Kapitel im fertigen Design — an verschiedene Personen und Institutionen, um weitere Fördermittel zu gewinnen.]

Dya. …schon neigt sich das Stipendium ganz allmählich seinem Ende zu. Es wird kälter draußen, Regen und Wind rauschen ums Döblin-Haus – und im Briefkasten findet er die ersten Antworten auf seine Mini-Demonstrator-Zusendungen: Dem Jan-Philipp Reemtsma leuchtet das Konzept nicht ein. Götz Werner…

Ursprünglichen Post anzeigen 748 weitere Wörter

Fahrten und Abenteuer des Dichter-Technologen. Der Strapazen erster Teil.

Das Jahr 2018 war das bislang aufregendste meines Lebens. Am 2. Juli verließ ich Berlin, um zum Alfred-Döblin-Aufenthaltsstipendium nach Wewelsfleth zu fahren. Was weiter geschah, erfährt die Leserin von Annika et al., die sich im Salon der Lise Meitner über die Reise des Dichter-Technologen unterhalten.

(Anm.: Die Namen einiger beteiligter Personen wurden verändert.)

Annika. Das Beste soweit: ganz klar diese Kernkraftwerkswerktorepisode! Ich hätte zu gern die Gesichter der Kontrollettis gesehen, als sie den Dichter-Techologen auf dem Überwachungsmonitor eräugten.

Weiterlesen „Fahrten und Abenteuer des Dichter-Technologen. Der Strapazen erster Teil.“

Curiepolis beim Nuclear Pride Fest in München!

Bei Wind und Mondlicht huscht der Dichter-Technologe quer durch das alte Europa. Die Palmen und staubigen Vulkanlandschaften des äußersten Südens, das graue Wasser der Grachten Hollands hat den Widerhall  seiner Schritte gehört. Nun lenkt er sie gen Marienplatz.

Morgen (21. Oktober) wird die Nuclear Pride Coalition in München die erste Pro-Kernkraft-Kundgebung Deutschlands veranstalten. Was wäre ein solches Ereignis ohne einen Vertreter des Staates, der in der Kerntechnik dem Rest der Welt weit voraus ist?! Haltet Ausschau nach dem Dichter-Technologen.

Weiterlesen „Curiepolis beim Nuclear Pride Fest in München!“